Position and homing Indicator PHI-4A

Position and homing Indicator

Windunit

Position and homing Indicator mit Windrose, Range und Bearing Anzeige, Bedienswitches und Grivationseinsteller.

“Windunit” mit Windrichtung und Windgeschwindigkeitseingabe, Sequenzlight und alter Zielortauswahleinheit.

Der automatische Koppelnavigator PHI-4A hat die Aufgabe als genaues Navigations- und Führungssystem für Jagdflugzeuge für verschiedenartige Flugeinsätze zu dienen. Er arbeitet unabhängig und ist nicht auf navigatorische Führungswerte von Bodenstellen angewiesen. Unter Anwendung der Grundlagen der Koppelnavigation arbeitet das System mit Werten, die es von anderen Geräten des Flugzeuges erhält. Der automatische Koppelnavigator PHI4A ist ein Navigationssystem, das automatisch Werte von Flugdatenrechner, Trägheitsnavigator und vom Tacangerät aufnimmt, verarbeitet und weitergibt. Eine weitere wichtige Aufgabe des PHI besteht darin, Entfernung und Kurs zu navigatorischen Bezugspunkten, die sich mit Druckknöpfen auswählen lassen, anzuzeigen.

An der Zielortauswahleinheit können bis zu 11 Bezugspunkte eingestellt werden, wie zum Beispiel Heimatflugplatz, Ausweichflugplatz und Zielgebiete.

Wenn man neben der Original Zielortauswahleinheit weitere Zielortauswahleinheiten mitführt, gewinnt man durch Auswechseln zusätzliche Bezugspunkte. Diese Bezugspunkte müssen vorher eingestellt werden.

Der offensichtliche Vorteil des Systems lag darin, daß der Flugzeugführer die Werte nicht mehr zusammenfassen und die dazugehörigen Rechenvorgänge durchführen musste.

Kopie aus meiner “handschriftlichen” Arbeitsmappe, auf der Technischen Schule der Luftwaffe :

Bild

Was wir heute mit digitalen Computern zustandebringen, wurde in der Zeit des Starfighters mit “Teilmechanischen Rechnern”, mit erstaunlicher Präzision durchgeführt:

Das Kernmodul der PHI -4A Rechenanlage war der “Ballrosolver”, oder Kugel-Koordinaten-Wandler.

Ein hoch genauer, kreiselgestützter Magnetkompass drehte die “Haedingwalze”, die von einem “Clock-Generator” kontinuierlich mit exact 60 Umdrehungen/min angetrieben wurde, sobald das Fahrwerk des Starfighters den Boden verliess, in die entsprechende Flugrichtung. Eine Kugel aus speziell gehärtetem Stahl wurde somit in Drehung versetzt, die der Flugzeit entsprach, während die Abnahmewalzen für X und Y Koordinaten die Drehung der Kugel aufnahmen. Die Umdrehungen der X-Y Achsen stellten somit den Wert der zurückgelegten Strecke in +-X und +-Y dar. (Das Integral aus Zeit * +-X * +-Y).

Nachfolgende Verstärkergruppen steuerten im Endergebnis den PHI Indicator, der dem Piloten die Richtung und Entfernung zum eingestellten Ziel, die zurückgelegte Strecke und die Richtung und Entfernung zur Homebase anzeigte.

Da die Rechnung auf Magnetkompassdaten und von Hand eingegebenen Windwerten beruhte, musste der Pilot die Kompassmissweisung gegenüber der Gitternordrichtung mit Hilfe der Grivationeinstellung korrigieren, die er vom entsprechenden Radaroperator bzw Tower per Sprechfunk erhielt. Vor jedem Start stellte er die Grivationsmarke am PHI -Indicator auf die entsprechenden Platzwerte ein, genauso die momentanen Werte für Windrichtung und Windgeschwindigkeit.

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